Mit Personalsorgen nach Baumberg
08. März 2020 Zurück zur Artikelübersicht »

Wenn die TuRU heute bei den Sportfreunden Baumberg antritt, können die Düsseldorfer fast schon froh sein, überhaupt elf Mann auf den Platz zu bekommen. Ganz so schlimm ist es zwar noch nicht, gefühlt aber schon.

Die Liste ist lang: Neben den zahlreichen verletzten Spielern fehlen auch noch Saban Ferati (Sperre Gelbe Karte) und Lukas Reitz (Rot Karte). „Da können sich die Jungs, die auf dem Platz stehen werden, mal beweisen“, sagte Cheftrainer Francisco „Paco“ Carrasco im Vorfeld der Partie. „Baumberg ist mit sehr guten Fußballern bestückt. Für mich eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.“

Doch heute ist alles anders! Auch der 45-Jährige muss krankheitsbedingt passen, wird seine Jungs nicht von der Seitenlinie aus anpeitschen können. Dafür rückt Co-Trainer Goran Tomic ins Scheinwerferlicht, dass er aber auch in Abwesenheit seines „Vorgesetzten“ nicht allein ausfüllen möchte: „Auch wenn er krank ist, sind ‚Paco‘ und ich täglich im Austausch. Mir macht die Arbeit mit ‚Paco‘ unheimlichen Spaß. Wir wollen maximal Punkten, damit er so schneller wieder genesen kann.“

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch? Nicht bei der TuRU! „Die Jungs sind charakterlich einwandfrei, wollen jeden Punkt mitnehmen“, erklärt Tomic. Nach zuletzt zwei torlosen Partien soll nun wieder ein Tor her. Vor allem aber die drei Punkte sind wünschenswert. So leicht wie im Hinspiel (4:0-Sieg) wird es allerdings nicht. „Die wollen sich natürlich revanchieren“, sieht auch Ex-Baumberger Muhammet Ucar, der auf alte Bekannte trifft und gern einen zweiten Saisonsieg gegen die ehemaligen Kollegen einfahren will.

Natürlich wünscht sich Coach Carrasco, von einem dicken Auswärtserfolg zu hören. Sollte es bei dieser angespannten Personallage am Ende „nur“ zu einer Punkteteilung reichen, wäre „Paco“ aber auch nicht böse. „Dann nehme ich gern den einen Punkt in Baumberg mit. Ich habe schließlich ein gutes Verhältnis zum gegnerischen Trainer. Und unter Freunden teilt man doch gern … (Augenzwinkern).“