Keeper „Maksi“ setzt Familientradition fort
Milovanovic – ein sicherer Rückhalt für TuRU
26. Oktober 2019 Zurück zur Artikelübersicht »
Mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen trat unser TuRU-Keeper Maksimilijan Milovanovic in dieser Woche im Training auf. Ein Grund: Der 4:0-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen seinen Ex-Verein, gegen Ratingen 04/19. „Für mich und meine Mitspieler Tolga Erginer und Yannick Wollert war das ein gelungener Tag“, freute sich der Schlussmann. „Wir kamen alle drei im Sommer aus Ratingen. Da waren wir natürlich besonders motiviert.“
 
Doch nicht nur in der besagten Partie hielt „Maksi“ seinen Kasten sauber. Dies klappte in dieser Spielzeit auch schon gegen die Sportfreunde Baumberg und gegen Schwarz-Weiß Essen. Wie der Zufall das so wollte, hieß das Endergebnis immer 4:0. Milovanovic spielt bislang eine solide, konstant-gute Saison.
 
Schon im jungen Alter war klar: „Maksi“ wird Torwart! Dem heute 22-Jährigen wurde das Gen früh in die Wiege gelegt. „Ich bin die vierte Torhütergeneration in der Familie“, erklärt er. „Mein Vater, mein Onkel, mein Opa und mein Uropa waren alle Torhüter in Bosnien.“ Unter anderem auch beim dreimaligen Bosnisch-Herzegowischen Meister NK Celik Zenica.
 
Dabei startete der in Velbert geborene Milovanovic seine Karriere als Stürmer. „Dann fand ich aber heraus, dass Keeper zu sein etwas besonderes ist, weil nur einer spielt.“ Die Konsequenzen am Torhüter-Job kennt und erklärt er selbst auch: „Macht ein Verteidiger einen Fehler, kann ein anderer Spieler noch retten. Macht der Torwart einen Fehler, ist es zu 90 Prozent ein Tor.“
 
Eine weitere Problematik: Sitzt man einmal auf der Bank, kann es lange dauern, bis man wieder zwischen den Pfosten stehen darf. Auch das hat „Maksi“ in der Vergangenheit am eigenen Leib erleben müssen. „Bei der U19 von Rot-Weiss Essen hatte ich eine super Saison gespielt, inklusive Punkterekord“, blickt der Wirtschafts-Student stolz zurück. Bei den Junioren reichte es sogar für die Niederrhein-Auswahl und zu zwei Sichtungslehrgängen bei der bosnischen Junioren- Nationalmannschaft. Doch in den vergangenen drei Jahren musste er sich in der Senioren- Abteilung von RWE, dem 1. FC Bocholt und Ratingen meist hinten anstellen.
 
In Düsseldorf genießt Milovanovic nun wieder das Vertrauen als Nummer eins, ist bei der TuRU im Tor gesetzt. Sein Ziel: „Diese Saison durchspielen und zeigen, was ich drauf habe.“ Das will „Maksi“ auch am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Hilden. Dabei wird er versuchen, wieder keinen reinzulassen. Und wer weiß: Vielleicht endet auch diese Partie wieder 4:0 …

„Maksi“ in Aktion – auch auf hartem Untergrund.

„Maksi“ begriff sein Handwerk auch schon im Alter von 10 Jahren.

Mit breiter Brust vereitelte „Maksi“ diese Woche auch im Training den einen oder anderen Ball.