TuRU siegt durch „Tätlichkeitselfmeter“
12. November 2018 Zurück zur Artikelübersicht »

Die gut 150 Zuschauer hatten sich schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden. Es wäre ein 0:0 der besseren Sorte gewesen.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts und boten ein ansehnliches Spiel. Den ersten Treffer erzielte die TuRU bereits in der 18. Spielminute. Vedran Beric setzte sich mit einem tollen Solo-Lauf im Mittelfeld durch und passte zum richtigen Zeitpunkt auf Antonio Munoz, der der Ball an Essens Torwart Möllerke vorbei brachte. Zur Verwunderung der Zuschauer ging die Fahne des Assistenten hoch. Jacub Przybylko stand im Abseits, jedoch 10 Meter vom Spielgeschehen entfernt und ohne einzugreifen. Quasi im direkten Gegenzug dann die erste Großchance für den ETB. Ex-TuRU-Kicker Tsourakis lief allein auf Björn Nowicki zu und ließ diesem keine Chance. Beric, der eine starke Partie spielte, rettete auf der Linie.

In Halbzeit Zwei stand die TuRU nun defensiver und versuchte durch Konter einige Nadelstiche zu setzen. Die beste Chance hatten aber die Gäste. Erneut kam es zum „Eins-gegen-Eins“ Duell zwischen Tsourakis und Nowicki, diesmal mit dem besseren Ende für den Düsseldorfer Keeper. Danach kam der Ball dann zu Alessandro Tomasello, dessen Direktabnahme aber weit übers Tor flog. Gute Möglichkeiten hatten Antonio Munoz und der früh für Naciri eingewechselte Ozan. Beide Schüsse gingen knapp am Essener Gehäuse vorbei.

Und dann kam sie, die 92. Spielminute. Ein von Beric hoch in den Strafraum getretener Freistoß aus dem Mittelfeld wurde von Essens Torwart Möllerke souverän abgefangen. Da die angezeigten Drei Minuten Nachspielzeit fast vorbei waren, musste dieser den Ball nur noch nach vorne Treten. Stattdessen schubste er TuRU-Stürmer Przybylko um. Schiedsrichter Robin Schuffelen zögerte keinen Moment und zeigte auf den Elfmeterpunkt. In der anschließenden Rudelbildung zeigte er Möllerke zudem die Rote Karte wegen Tätlichkeit!

Den fälligen Strafstoß verwandelte Ado Hotic souverän links oben gegen den frisch eingewechselten Martin Hauffe, der ebenfalls schon das Tor an der Feuerbachstraße hütete.